Dienstag, 21. September 2010
hier geht es um ein dilemma, an dem ich zeitlebens leide:
nette menschen machen schlechte musik.



ich glaubte, dass solcher schmerz global bekannt sei, aber er drückt anscheinend nur mir allein aufs gemüt. hier wieder so:



daniel decker, seines zeichens labelchef von lolila und musiker bei pawn shop orchestra, kiesgroup, nirwana mouskouri, er france und 1000 weiteren tönenden projekten, ist ein sympathischer junger mann, mit dem man sich sehr gut über musik unterhalten kann.

http://www.kotzendes-einhorn.de/blog/

leider ist er a) respektvoll gegen mein fortgeschrittenes alter, und b) wahrscheinlich davon überzeugt, dass ich geschmacklich von vorgestern bin, sonst wäre es längst ein leichtes spiel gewesen, ihn mittels guter laune von seinem unseligen singer-songwriter-trip abzubringen, in den er sich mysteriöserweise verstrickt hat.



wie nett daniel decker wirklich ist, und wie sehr sein sicherer instinkt für gute musik ihn nach menschlichem ermessen vor eigenproduktionen wie "enklave" bewahren müsste, zeigt die tatsache, dass er mir im vergangenen februar als erster



DIE ANTWOORD vorspielte, ganz zu schweigen von seiner mittlerweile 2,5 jahre währenden unerschütterlichen unterstützung



bei der noch immer ausstehenden schweren geburt unseres gemeinsamen, dicken (rondo/lolila/pure freude) compilation - säuglings.




Samstag, 10. Juli 2010


Drüben bei Pink Flag gibt es etwas interessantes: Die Legal Bootleg Series von Wire.

Das sind nämlich genau 3 Online Alben als Download: Wire am 25.10.1978 live in der Bradford University, dann Wire live am 21.7.1988 im Astoria in London und schließlich eine Aufnahme vom 8.12.2000 aus der Queen's Hall in Edinburgh. Kosten pro Download (man hat die Wahl zwischen .flac und .mp3 Format) £8.99. Oder man schließt gleich ein Abo ab (welches, wenn ich das richtig verstanden habe, auch weitere Veröffentlichungen mit einschließt) und bekommt zusätzlich zu den Downloads eine DVD geliefert – Wire, 1980 live im Bloomsbury Theatre.

Und jetzt: Orange Alert.

Nur beim Ostrich gibt es ganz exklusiv und auch ganz legal – weil von den Wire Headquarters erlaubt – ein kleines Stück vom Orange Tape zu hören. Bei eben jenem Orange Tape handelt es sich um Aufnahmen aus dem Wire-Proberaum vom März 1977, die dem Ostrich über offizielle und doch geheime Kanäle zugespielt wurde. Möglicherweise oder vielleicht auch nicht möglicherweise werden diese Aufnahmen einmal Teil der Legal Bootleg Series werden; man weiß es nicht. Aber nun erst einmal unten auf die Taste klicken und hören. Und an dieser Stelle auch vielen Dank an Colin Newman.





Mittwoch, 7. April 2010


wer in berlin am nächsten freitag zum fehlfarben - konzert im festsaal kreuzberg geht, schaut anschliessend im 200 m entfernten möbel olfe vorbei, wo ostrich - redakteur x le grand & freunde für familiäre töne sorgen.




Donnerstag, 21. Januar 2010




Der umtriebige Ostrich Reporter Ralf Zeigermann war gestern im Githead Hauptquartier und hat dort heimlich eine hitzige Diskussion zwischen Robin Rimbaud, Malka Spigel und Colin Newman aufgezeichnet. Es ging dabei unter anderem um:

- Hawkwind
- Bands auf Tour
- Die Plattenindustrie und das Alter
- Professor Scanner
- Ausdrücke in der englischen Sprache, die keiner mag
- Michael Crichton

Und es ging natürlich um Landing, das bisher beste Album der Band, welches letztes Jahr herauskam und grundsätzlich jeder kaufen sollte.