Mittwoch, 4. August 2010




Sonntag, 1. August 2010
beseelt von allem, was hirnrissig genug war, um nicht rational erklärt zu werden, trieb es mich ab 14 richtung punk. auf dieser strecke lag mad (don martin, spion & spion) unweit von roderick falconer, der mein interesse seinerzeit durch ein geschmackloses lp-cover nachhaltig weckte.

niemand kannte seinen namen, - wahrscheinlich, weil er unsympathisch, grössenwahnsinnig und talentlos war, - aber mir ging die figur, die er auf "rock city" repräsentierte nie mehr ganz aus dem sinn, und so freute ich mich noch vor ein paar monaten auf ziemlich abstrakte weise am auftauchen seiner (mir bis dahin unbekannten) ersten lp als download im netz.

jetz' isses soweit, dass die uralte neugier am blöden wirklich triumphieren kann, denn es gibt ein video von ihm, wo er in voller gestalt agiert; - und zwar aus einer zeit, in der es bereits als erwiesen galt, dass er irgendwo still verschimmelt war...





für alle, die nicht http://youandmeonajamboree.blogspot.com/ besuchen, um sich unter den vielen angeboten ihre persönlichen highlights herauszupicken.



hier ein erstaunliches (weil spätes, aber trotzdem gutes) stück von den 1985er pioneers, das man anderswo vergebens sucht.






am montag, den 15. mai 1978 fuhren janie jones, tommy gunn (schwebel), harry rag und ich (ml monroe) zum pinkpop-festival nach holland. bei einem kurzen halt auf offener strecke posierten wir dekorativ um harry rag's golf und vor einem matschigen acker.



von der musik auf dem festival behielt ich keinen einzigen ton in erinnerung, - scheinbar spielten dort die modern lovers, graham parker und robert gordon, - weshalb wir vermutlich auch hingefahren sind.



es war ein regnerischer tag, bereits beim betreten des geländes hatten wir riesige lehmballen an den füssen.




Donnerstag, 29. Juli 2010


ende der 1970er waren die charts ziemlich von onkel gary befreit.
sein rückzug startete um 1975, als glitters band und sein produzent plötzlich begannen, hits ohne ihn zu landen, was wahrscheinlich schon damals zu 75% die schuld kleiner mädchen gewesen sein dürfte, denen sich gadd (glitters bürgerlicher name) spätestens zu diesem zeitpunkt verstärkt physisch gewidmet haben dürfte, während seine erdnussgesichtige band und sein produzent mike leander dieselben kreischenden gören weiterhin wohlweislich als zahlendes publikum betrachteten, dessen feuchte höschen bloss als indiz für den erfolg ihres drumsounds mit echo-clapping interessant waren.

die unterhaltungsindustrie befand sich damals strategisch noch auf einem sehr niedrigen niveau, obwohl sich bereits herausgestellt hatte, dass mit glam-rock tonnen von kohle machbar waren.
solchen verwirrten umständen verdanken wir zwei unnötige live-lp's, die das management von onkel gary 1977 und 1979 veröffentlichte, während der leader mit seinen aktuellen alben fortgesetzt flopte und ersatzweise irgendwo minderjährige poppte.

diese liveaufnahmen bestehen aus glitters bekannten gassenhauern und sind etwas schneller gespielt, als auf der 1974er live-lp, wo sie allesamt schon vertreten sind.
natürlich wurden sie im studio auch nachbehandelt und man hört an einigen stellen, dass der gesang aus mehreren overdubs besteht.
das ist genauso unplausibel, wie die auf beiden lp's zusätzlich als füllstoff vertretene kombination aus glitterband-hits und aktuellen misserfolgen des meisters, die den hörgenuss dieser platten eindeutig schmälert.
noch dazu handelt es sich bei beiden scheiben (die ich nur aus dem netz kenne) um ein und dasselbe konzert, welches jeweils 1977 und 1979 unterschiedlich im studio nachbehandelt wurde.
als exempel für pompöses scheitern in zwei ausführungen sind "i love you love me love live" und "always yours live" ein muss für jeden noch verbliebenen fan.




Freitag, 23. Juli 2010


als wir noch jung und blöd waren nannte man es kirmesmusik.
aber für das arrangement und die schmissigkeit selbst dieser coverversion waren natürlich nicky chinn und mike chapman, das geniale produzentenduo aus der glam-zeit verantwortlich. genau wie glitter ohne mike leander nur nieten landete, waren mud, sweet und suzy quatro ohne chinnichap bloss erfolglose kleiderständer.




Dienstag, 20. Juli 2010





Montag, 12. Juli 2010




Samstag, 10. Juli 2010


Drüben bei Pink Flag gibt es etwas interessantes: Die Legal Bootleg Series von Wire.

Das sind nämlich genau 3 Online Alben als Download: Wire am 25.10.1978 live in der Bradford University, dann Wire live am 21.7.1988 im Astoria in London und schließlich eine Aufnahme vom 8.12.2000 aus der Queen's Hall in Edinburgh. Kosten pro Download (man hat die Wahl zwischen .flac und .mp3 Format) £8.99. Oder man schließt gleich ein Abo ab (welches, wenn ich das richtig verstanden habe, auch weitere Veröffentlichungen mit einschließt) und bekommt zusätzlich zu den Downloads eine DVD geliefert – Wire, 1980 live im Bloomsbury Theatre.

Und jetzt: Orange Alert.

Nur beim Ostrich gibt es ganz exklusiv und auch ganz legal – weil von den Wire Headquarters erlaubt – ein kleines Stück vom Orange Tape zu hören. Bei eben jenem Orange Tape handelt es sich um Aufnahmen aus dem Wire-Proberaum vom März 1977, die dem Ostrich über offizielle und doch geheime Kanäle zugespielt wurde. Möglicherweise oder vielleicht auch nicht möglicherweise werden diese Aufnahmen einmal Teil der Legal Bootleg Series werden; man weiß es nicht. Aber nun erst einmal unten auf die Taste klicken und hören. Und an dieser Stelle auch vielen Dank an Colin Newman.